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	<title>Zugstory</title>
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	<description>Geschichten aus dem Leben eines Pendlers…</description>
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		<title>#42 Fahrplanwechsel 2011/2012</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 03:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zugstory</dc:creator>
				<category><![CDATA[10 - Dezember 2011]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrkarten]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Leser Heute schreibe ich aus einem speziellen Anlass, keine normale Zugstory &#8211; wie gewöhnlich. Ich möchte Euch stattdessen auf die Fahrplanänderung aufmerksam machen. Doch diese bringt nicht nur neue Abfahrts- und Ankunftszeiten mit, sondern auch weitere Änderungen, die uns Pendler teuer zu stehen kommen können oder das Leben vereinfachen (sollten). Die wohl wichtigste Änderung: &#8230; <a href="http://www.zugstory.ch/wp/archives/340">Read more <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leser</p>
<p>Heute schreibe ich aus einem speziellen Anlass, keine normale Zugstory &#8211; wie gewöhnlich. Ich möchte Euch stattdessen auf die Fahrplanänderung aufmerksam machen. Doch diese bringt nicht nur neue Abfahrts- und Ankunftszeiten mit, sondern auch weitere Änderungen, die uns Pendler teuer zu stehen kommen können oder das Leben vereinfachen (sollten).</p>
<p>Die wohl wichtigste Änderung:<br />
Nur noch mit Billet fahren!<br />
Von nun an kann im Zug KEIN Billet mehr gelöst werden! Dies war bislang in Langstreckenzügen ohne weitere Probleme &#8211; mit einem kleinen Zuschlag &#8211; möglich. Dies führte jedoch dazu, dass viele Leute einfach auf gut Glück kein Ticket gekauft haben und im Notfalls im Zug nachgelöst haben. Wieso? &#8211; Weil man nicht auf jeder Fahrt kontrolliert wurde! Wäre man schon nur jedes dritte Mal nicht kontrolliert worden, hätte man den Zuschlag schon raus und wäre mit der auf-gut-Glück-Methode langfristig gesehen günstiger gekommen als wenn man normal ein Billet, vor Antritt der Fahrt, gekauft hätte. Es können nun auch keine Klassenwechsel mehr gelöst werden und somit ist es auch nicht mehr zu empfehlen, mit einem 2. Klasse-Ticket in der 1. Klasse zu fahren, dies wird nämlich nun wie &#8220;Fahren ohne gültige Fahrkarte&#8221; geahndet und kommt teuer zu stehen.<br />
Wichtiger Hinweis!<br />
Die Kontrolleure haben bei dieser Angelegenheit einen Spielraum betreffend Zuschlag. Normalerweise zahlt der Fahrgast bei Antritt der Fahrt ohne gültiges Billet einen Zuschlag von (neu!) mindestens 90.-. Auf diesen Zuschlag kann der Kontrolleur aber verzichten bei:<br />
- Gruppen<br />
- Menschen mit Behinderung<br />
- Familien<br />
- Touristen<br />
- internationaler Personenverkehr<br />
- Irrfahrt<br />
Quelle: http://www.sbb.ch/abos-billette/billette-schweiz/billettpflicht.html</p>
<p>Eine Änderung, an die wir eigentlich schon gewöhnt sind:<br />
Billete werden teurer!<br />
Ja, richtig gehört, sie haben es wieder einmal getan, sie haben die Preise heraufschraubt. Da ich das GA bzw. dessen Preis nicht berücksichtigt habe, kann ich euch leider keine weiteren genauen Infos zu diesen Preisen geben. Allerdings habe ich auf Recherche herausgefunden, dass das beliebte Gemeinde-GA (welches der Anbieter nur zu gern abschaffen möchte), teurer geworden ist. Zudem sind auch Fahrten ins Ausland am Automat/Schalter ein bisschen teurer geworden durch Erhöhung des Zuschlags: alt 5 SFr., neu 10 SFr. pro Person und Reise. Als Tipp empfehle ich euch, die Billete über den Online-Shop zu bestellen, dort fällt dieser Zuschlag nämlich weg.<br />
Zudem wird auch der Zuschlag beim Fahren ohne gültiges Billet national von 80 SFr. auf 90 SFr. in bar, bzw. 100 SFr. auf 110 SFr. auf Rechnung, hochgeschraubt.</p>
<p>Weniger Verspätung dank längerer Fahrzeit!<br />
Ja, ihr habt richtig gehört! Wir werden von den endlos nervenden Verspätungen befreit, zwar nicht von allen, aber von vielen. Sie nerven uns seit es sie gibt und es gibt sie seit ein Fahrplan existiert. Sie sind wohl die häufigste Ausrese bei zu-spät-kommen und sie entstehen 3. Gewalt, die für einen Normalsterblichen nicht beeinflussbar sind. Zudem kommen sie immer wieder und man kann nichts gegen sie tun, ist also genau wie bei &#8220;Last Christmas&#8221; vom &#8220;Wham&#8221;! Doch wie schon gesagt, es wird Abhilfe geschaffen&#8230; Wie? Ganz einfach: Neu dauern die Fahrten länger, die Aufenthalte werden auch in die Länge gezogen und das Ganze bei gleicher Leistung und Aufwand. Mit anderen Worten: Weniger Verspätung da &#8220;längere&#8221; Fahrtzeit eingerechnet für unveränderte Strecke.</p>
<p>Fernverkehr (Ausland):<br />
Hier ändert sich eigentlich nur bei der Reisezeit etwas, Paris ist nun eine halbe Stunde schneller erreichbar, Mailand eine halbe Stunde langsamer wegen eingeplanten Wartezeiten zur Verhinderung von Verspätungen.</p>
<p>Weitere kleine Änderungen im Fernverkehr:<br />
Sind unter folgendem Link detailliert beschrieben, es lohnt sich auf jedenfall einen Blick darauf, falls man mit einem Langstreckenzug fährt!</p>
<p>http://www.ag.ch/verkehr/shared/dokumente/pdf/aenderungen_fernverkehr_fahrplan_2012.pdf</p>
<p>An alle Verspätungs-SMS-User:<br />
Eure Abonnements auf sbb.ch (TOP SERVICE!) wurden gelöscht, ihr müsst also alle, die ihr wieder wollt, neu erfassen.</p>
<p>Noch ein kleines Happy-End:<br />
Vielleicht mögt ihr euch noch an die Zeiten erinnern, als das Rauchen in den Zügen noch erlaubt war? Schon lange her, nicht? Naja eigentlich geht es noch so, denn das Rauchverbot wurde &#8220;erst&#8221; am 10. Dezember 2005 vom damaligen Generaldirektor Benedikt Weibel durchgesetzt. Durch dieses Vorgehen hat er viel Gutes für die Schweizer Bevölkerung und dessen Gesundheit getan doch er hat sich sicherlich auch Feinde erschaffen. Es gab viele Gemüter, die gegen dieses Rauchverbot waren. Doch jetzt, fast auf den Tag genau 6 Jahre später ist es die selbe Person, die in Österreich als Präsident der österreichischen &#8220;Westbahn&#8221; Raucherabteile auf der Strecke Wien &#8211; Salzburg einführt. Wer jetzt also das Bedürfnis hat, in einen Zug zu gehen und zu rauchen: Österreich wartet ab dem 11. Dezember 2011, viel Spass.</p>
<p>Natürlich wurden noch diverse Ankunfts- und Abfahrtszeiten angepasst, doch davon überzeugt ihr euch am besten gleich selbst im Online-Fahrplan! Ich wünsche euch hiermit eine schöne Woche und dass ihr den Fahrplanwechsel und die damit in Zusammenhang stehenden Anpassungen gut übersteht.</p>
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		<title>#41 Everyone is watching you</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 03:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zugstory</dc:creator>
				<category><![CDATA[10 - Dezember 2011]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>

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		<description><![CDATA[Ausgestellt, ohne grosse Privatsphäre, immer wieder in den Medien, werden erkannt&#8230; Man könnte schon fast sagen, sie sind öffentlich! Die Rede ist wieder einmal von Menschen, Menschen wie du und ich, einfach anders. Nicht durch ihr Aussehen, nicht Zwangshaft durch ihre Leistung, zum Teil freiwillig und zum Teil unfreiwillig, ein paar von ihnen sind es &#8230; <a href="http://www.zugstory.ch/wp/archives/334">Read more <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ausgestellt, ohne grosse Privatsphäre, immer wieder in den Medien, werden erkannt&#8230; Man könnte schon fast sagen, sie sind öffentlich! Die Rede ist wieder einmal von Menschen, Menschen wie du und ich, einfach anders. Nicht durch ihr Aussehen, nicht Zwangshaft durch ihre Leistung, zum Teil freiwillig und zum Teil unfreiwillig, ein paar von ihnen sind es von Geburt an, andere wurden es erst mit der Zeit. Manche kämpften für ihr Ziel und konnten dies mittlerweile erreichen, andere sind immer noch dran, nochmals andere werden es nie erreichen oder nicht erkennen, dass sie es schon lange erreicht haben. Wiederum andere, wurden es einfach so, ohne Anstrengung, ohne, dass sie etwas dafür taten, Ertrag ohne Aufwand könnte man behaupten. Man trifft sie manchmal auf der Strasse an, da sie aber nur ein sehr rares Vorkommen haben und möglichst nicht unter die Menschenmenge gehen möchten, sieht man sie nur selten &#8211; live. Natürlich, in jeglichen Zeitschriften, im Internet, Fernsehen, Online-Videoportalen und auf Plakaten sind sie zu sehen, doch live? Ja manchmal sehen wir sie sogar live, die Einen mehr, die anderen Weniger, je nachdem, wo sie gerade verkehren und halt machen &#8211; doch wenn es so weit ist, ist man meist nur einer unter hunderten, tausenden oder -zigtausenden Menschen. Sie verdienen viel Geld und Ruhm, haben viele Anhänger und Fans, geben Autogramme und sind auf tausenden von Bildern verewigt. Bekommen Post , Mails und Geschenke und könnten Arbeitsplätze schaffen durch Anstellung eines Managements für Fanpost &#8211; haben übrigens einige auch. Wer jetzt noch überhaupt keine Vermutung hat von welcher Spezies ich rede&#8230; Naja kann passieren, oder so. Jedenfalls schreibe ich heute über die Prominenz, prominente Personen wie Madonna, Kaya Yanar, Bill Gates oder Jackie Chan um nur einige davon zu nennen. Da es aber viel zu viele von deren gibt, beschränke ich mich auf die Schweiz, denn auch wir haben Prominente &#8211; wenn auch meist nicht weltweit bekannt. So zum Beispiel Roger Federer, Bligg (Marco Bliggensdorfer), Christa Rigozzi, Walter Andreas Müller oder Bo Katzman, das Duo Lapsus, früher noch Schmirinskis oder DJ Bobo, der gerade mit seiner neuen Tour &#8220;Las Vegas&#8221; verkehrt. Ihr seht, auch diese Gruppe ist gross, viel zu gross um darüber zu berichten! Deshalb beschränke ich mich noch weiter, nämlich auf Schweizer Politiker &#8211; oder Politiker in der Schweiz. Das sind die Gesichter, die in letzter Zeit wochenlang an den Strassen und Bahnhöfen rumhingen, also die Plakate von ihnen. Ihre Gesichter, Aussagen und Reden werden andauernd in Zeitungen zitiert, sie sind das Sprachrohr der Nation (oder sollten zumindest) und sorgen sogar ab und zu mal für Lacher (&#8220;Büüü, Büüü, Bündnerfleisch&#8221; &#8211; siehe YouTube). Um einige genannt zu haben (ohne politischen Hintergedanken): Kathrin Bertschy, Erich Hess, Alexander Tschäppat, Ricardo Lumengo oder Müslüm &#8211; wobei letzterer eher Aufmerksam für sich erregt und nicht mit seinem wahren ICH antritt. Doch auch er, wie alle anderen, setzen sich für die Schweiz ein, für die Bevölkerung, für die Reichen wie die Armen, für die Firmen, Steuerzahler, Ausländer, Arbeiter etc., je nach Wertvorstellung. Ohne sie wäre unser Land nicht das, was es ist, egal welche Ausrichtung sie haben. Doch auch diese Gruppe ist mir noch zu gross, deshalb beschränken wir uns auf einen jungen Politiker, der gerade den Schritt in den Nationalrat geschafft hat. Ich habe nicht das Ziel meine politische Meinung hervorbringen, euch beeinflussen oder Gemüter gegen mich aufhetzen, ich erzähle nur das, was ich erlebt habe!</p>
<p>Es war Freitag, der 13.te, 8.00 Uhr, irgendwo in einer verlassenen Stadt in der Wüste Alaskas. Ich stand am Bahnhof und wartete auf den Zug, der einmal wöchentlich diese Strecke fuhr. Es war weit und breit niemand zu sehen, bis er aus dem Nichts erschien. Er, ein bisschen älter als ich, 3-Tage-Bart, in der Hand&#8230; eine Tasche, an Kleidung fehlte ihm nichts: Einen modischen Anzug mit weissem Hemd. Naja das Datum stimmt nicht ganz, der Ort auch nicht und der Rest ist eigentlich auch nur erfunden.<br />
Nochmals von Anfang an, jetzt aber richtig: 8.00 Uhr, er, chic gekleidet mit Anzug und weissem Hemd, 3-Tage-Bart, eine Tasche umgeschlungen und wartend, bis die auszusteigenden Leute endlich an der frischen kalten Luft waren. Er sah sehr müde aus was er zusätzlich durch ein Gähnen bemerkbar machte. Wir stiegen ein, er setzte sich und ich tat es ihm im Abteil nebenan gleich. Er, dessen Name ich immer noch nicht gesagt habe, nahm eine Zeitung im XXL-Format, welche im Zug aufgrund ihrer Grösse völlig unpraktisch sind, hervor, blätterte durch und überflog die für ihn interessanten Artikel. Nach einer Weile legte er, Herrn Wermuth seine Zeitung weg, kramte sein Geldbeutel aus seiner Tasche, lies diese liegen und verliess das Abteil und besuchte die Metallzelle &#8211; wie ich das Zugs-WC gerne nenne. In der Zwischenzeit erschien ein Kontrolleur mit dem bekanntesten aller Zugs-Wörter (natürlich nebst &#8220;unbestimmte Verspätung, Türstörung&#8221; und dem Satz &#8220;Ausstiegsseite in Fahrtrichtung links/rechts&#8221;): &#8220;Ticket bitte&#8221;. Somit habe ich wieder eine neue Möglichkeit entdeckt, wie ich der Ticketkontrolle entkommen kann &#8211; bislang habe ich nämlich immer gedacht, das funktioniert nicht! Nein, ich möchte ihm nicht unterstellen, dass er kein Ticket hat, er hat eins, da bin ich mir fast sicher. Trotzdem kam es mir fast ein bisschen merkwürdig vor, dass er genau in diesem Moment das WC verliess, als der Kontrolleur den Wagen verliess. Er war nun also wieder hier, setzte sich zu seiner Tasche hin und starrte in die Leere. Nebenbei gähnte er alle paar Minuten und machte nichts, einfach nichts, nichts ausser&#8230; nein, wirklich nichts. So unspektakulär, so langweilig, so, ja einfach so normal! Wie jeder andere Pendler heutzutage mit dem einzigen Unterschied, dass man ihn auf der Strasse und im Zug erkennt. Obwohl wenn ich ihn so vergleiche, sehe ich auch noch einen anderen Unterschied zu den Pendlern: Ich habe noch nie einen Pendler so müde erlebt!<br />
Ansonsten ist er auch nur ein Mensch, was jetzt nicht abschätzend gemeint war! Ein Mensch, wie du und ich, der sogar 2. Klasse fahrt, auch wenn er sich locker den &#8220;mehr-Besseren&#8221; anschliessen könnte (zugegeben: ich beneide euch 1. Klasse-Fahrer!), da soll doch mal jemand behaupten, er sei nicht volksnah. Er vertraute uns sogar seine Tasche an, indem er sie alleine liess. Klar, wieso sollte sich schon jemand in aller Öffentlichkeit an seine Tasche machen? &#8211; Wer weiss&#8230;</p>
<p>Die heutige Story ist wohl nicht sehr spektakulär! Doch wieso schreibe ich sie? Mit Zugstory möchte ich auch ein bisschen auf das Leben, auf die Menschheit, die Probleme und Erlebnisse des Pendelns aufmerksam machen und die heutige Story sollte ein kleiner Denkanstoss sein:<br />
Dein grosser Bruder sieht dich, immer! Ob du es willst oder nicht, unerwartet und unbemerkt &#8211; in der Öffentlichkeit, im Zug, auf der Strasse, im Einkaufsladen, am Bahnhof. Doch nicht nur er, denn JEDER ist im Stande dich zu sehen, zu beobachten und so mancher macht dies auch. Schaut euch mal im Zug um, wer euch beobachtet und ihr werdet staunen. </p>
<p>Kurz ausgedrückt: Everyone is watching you</p>
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		<title>#40 Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 03:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zugstory</dc:creator>
				<category><![CDATA[09 - November 2011]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrolleur]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Unfall]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie man bereits in früheren Stories schon gemerkt hat, bin ich nicht sehr gut zu sprechen auf gewisse ÖV-Anbieter, wenn man sie so nennen darf. Ich habe mehr negativ als positiv über sie geschrieben, aufgrund von Erlebnissen und Erfahrungen. Viele Male konnte man darüber streiten, ob meine Meinung berechtigt war, ob ich masslos übertreibe oder &#8230; <a href="http://www.zugstory.ch/wp/archives/326">Read more <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie man bereits in früheren Stories schon gemerkt hat, bin ich nicht sehr gut zu sprechen auf gewisse ÖV-Anbieter, wenn man sie so nennen darf. Ich habe mehr negativ als positiv über sie geschrieben, aufgrund von Erlebnissen und Erfahrungen. Viele Male konnte man darüber streiten, ob meine Meinung berechtigt war, ob ich masslos übertreibe oder ob ich vielleicht sogar recht habe. Wann immer möglich versuche ich nicht all zu negativ über Firmen zu berichten und ihren Namen nicht zu nennen. Zudem erwähne ich eher selten, welche Strecke ich fuhr, ab welchem Bahnhof, um welche Zeit, mit wem genau und so weiter&#8230; In meiner heutigen Story werde ich jedoch bewusst auf die Anonymität (durch posten eines Linkes) verzichten und ich entschuldige mich schon im voraus über meine eventuell direkte Wortwahl und natürlich auch, dass die &#8220;Wahrheit&#8221; &#8211; die meine Informationsquelle berichtete &#8211; ans Licht kommt. Meine Informationsquelle zur heutigen Story beruht auf einen Ticketkontrolleuren, der über die ganze Sache ziemlich genervt schien und deshalb ein paar Infos ans Licht packte, welche auf Seite der Bahngesellschaft wohl eher unentdeckt bleiben sollten.</p>
<p>Bern, Freitag der 18. November 2011 um 23.00 Uhr am Hautbahnhof am Perron 4/5. Ich wartete auf den Intercity (oder Interregio) nach Olten &#8211; Basel, PLANMÄSSIGE Abfahrt 23.04. Neben mir stand der Ticketkontrolleur, der genervt auf den Zug und somit seinen nächsten Auftrag wartete. Im Normalfall sollte der Zug eigentlich schon ca. um 22.55 Uhr ankommen, was aber nicht geschah. 23.04, der Zug war immer noch nicht da, die Leute wirkten genervt und gestresst und so mancher hatte Angst, seinen Anschlusszug zu verpassen &#8211; obwohl ja eigentlich noch gar keine grössere Verspätung in Sicht war. Weitere zwei Minuten verstrichen, der Kontrolleur wurde langsam unruhig, nahm sein Telefon hervor und telefonierte mit der Bahnzentrale. Nach geschätzten 50 Sekunden legte er auf und führte ein weiteres Gespräch am Telefon, mit dem Zugschef. Die Leute wurden sichtlich nervöser, schauten alle paar Sekunden auf die Anzeigetafel, ob schon eine Information ersichtlich war. Dann endlich, die bekannte Stimme der Informationsdurchsage wurde hörbar: &#8220;Der Zug von Bern nach Olten, Basel steht im Moment in Bern, der Grund dafür ist nicht bekannt&#8221;. &#8220;WAS? Er steht in Bern? Ja da bin ich auch, ist doch perfekt! Doch wieso kommt er nicht? Und wie, der Grund dafür ist unbekannt? Mir ist er bekannt, er soll mich nach Hause bringen&#8230;&#8221;, dachte ich mir.<br />
Weitere endlos lange Minuten verstrichen, die Leute versammelten sich langsam um den Kontrolleur, doch niemand traute sich zu fragen. Er griff zum Telefon, nach einem weiteren Gespräch schmiss er seinen Koffer hin und wandte sich zu uns hin: &#8220;Also, folgende Situation ist gegeben, der Zug befindet sich noch irgendwo, doch sie wissen nicht wo er ist und der Lokführer ist auch nicht erreichbar, er geht weder ans Telefon noch können wir ihn anfunken. Ich spreche mich schnell mit dem Zugschef ab, wartet schnell&#8221;. Die Leute warfen ihm ratlose Blicke zu. Nach dem Telefonat wandte er sich wieder zu uns: &#8220;Ja also, wir wissen nichts, wir warten nun einfach hier!&#8221;. Ein Fahrgast meldete sich zu Wort: &#8220;Ja aber was ist denn los? Habt ihr keine anderen Züge?&#8221;. Die Antwort darauf: &#8220;Auf der Strecke von Thun nach Bern gab es einen Personenunfall, andere Züge hätten wir aber keine Fahrer dazu&#8221;. Die Tatsache, dass keine Fahrer verfügbar waren machte den Fahrgast stutzig, er fragte nach: &#8220;Aber haben sie denn keine Ersatzfahrer?&#8221;. Die Antwort darauf war noch verblüffender: &#8220;Naja, eigentlich schon&#8230; Aber die sind gerade in St. Gallen und in Schaffhausen, also eigentlich haben wir ja sozusagen keine verfügbaren hier und alle Anderen sind auch irgendwo wo sie nicht gebraucht werden und sie müssen jetzt irgendwie nach Bern gebracht werden doch wir wissen noch nicht wie&#8221;. Ich habe mir ein organisiertes Unternehmen irgendwie anders vorgestellt, immer bereit für Notfälle und Unerwartetes.<br />
Mittlerweile war es 23.20 Uhr und am Gleis neben an stand ein ICE, der Fahrplanmässig um 23.34 Uhr nach Olten fahren sollte. Ein Fahrgast erkundigte sich, ob wir nun lieber den ICE nehmen sollten, da dieser ja schon hier stehe &#8211; die Antwort des Kontrolleurs: &#8220;Ja das weiss ich jetzt auch nicht, der Fahrer für diesen Zug ist im Moment in Luzern, also wir haben auch keinen Fahrer für diesen Zug&#8221;. &#8220;Fährt denn überhaupt noch ein Zug&#8221;, fragte der Fahrgast genervt. &#8220;Im Moement nicht, wir haben einfach niemanden der vor Ort ist&#8221;, war die Antwort darauf.</p>
<p>In diesem Moment fuhr der sehnlich erwartete Zug auf unserem Gleis ein und die Fahrgäste atmeten auf. Doch kaum öffneten sich die Türen, änderte die Anzeigetafel dieses Gleises auf einen Zug nach Thun. Verunsicherung herrschte, es gab keine Informationen darüber, ob dies nun unser Zug war, sogar der Kontrolleur war ratlos. Einige Leute stiegen ein, was sie später noch bereuen durften und sogar der Lokführer, der eigentlich unseren Zug fahren sollte aber bislang unerkannt blieb, stieg in sein Fahrerhäuschen &#8211; kleine Anmerkung: Es war der falsche Zug und er fuhr auch nicht in diese Richtung, wo der Lokführer einstieg.</p>
<p>Um 23.25 entschied ich, in den ICE zu steigen, der seine Türen mittlerweile geöffnet hatte. Endlich, nein nicht endlich ein Zug der fuhr, sondern endlich ein warmer Ort in dieser kalten eisigen Nacht. Um 23.38 Uhr dann die erlösende aber dennoch stresserregende Durchsage: &#8220;Dieser Zug wird für unbestimmte Zeit in Bern stehen bleiben, Fahrgäste nach Basel sollen unverzüglich auf Gleis 6 in den Zug wechseln, er fährt nach Olten, dort können sie dann umsteigen. Bitte wechseln sie schnell, der andere Zug fährt in wenigen Augenblicken&#8221;. Die Türen öffneten sich und die Leute sprangen raus um so schnell wie möglich aufs andere Gleis zu kommen. Dort beschwerte sich währenddessen ein Fahrgast bei einigen Bahnangestellen, dass wir überhaupt nicht informiert wurden, es ein riesiges Chaos ist und er wegen dem einen wichtigen Termin verpasste, wobei ich mich jetzt schon ein bisschen frage, was dieser Herr um diese späte Uhrzeit noch für einen Termin hat.<br />
Dieser &#8220;Ersatzzug&#8221;, der eigentlich als regulärer Zug um 23.32 Uhr fahren sollte, fuhr mich dann schliesslich wirklich bis nach Olten, voll gestopft von unten bis oben!</p>
<p>Natürlich, Pannen passieren und die Bahngesellschaft kann ja eigentlich auch nichts dafür! Doch wer gerne wissen will, was offiziell kommuniziert wurde, soll sich doch mal folgender Artikel durchlesen (Olten liegt übrigens nicht im Berner Oberland oder im Wallis und 23.30 Uhr kommt nach 21.30 Uhr):</p>
<p>http://www.20min.ch/news/bern/story/31139795</p>
<p>Über die Aussagen, die Wahrheit und die Schadensbegrenzung des Images dürft ihr euch selber Gedanken machen, meine Meinung dazu möchte ich hier nicht veröffentlichen.</p>
<p>Eine letzte Bitte an das Bahnpersonal:<br />
Informiert uns und organisiert euch besser!<br />
Doch so lange ihr nicht streikt wie in anderen Länder&#8230; Gehts ja noch</p>
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		<title>#39 Geographie schwach</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 03:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zugstory</dc:creator>
				<category><![CDATA[09 - November 2011]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrolleur]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie lernt man ein Land am Besten kennen? Durch Ausflüge! Doch wer macht schon öfters Ausflüge in seinem eigenen Land? Wohl die Wenigsten&#8230; Wer jetzt behauptet: &#8220;Für was auch, ich kenne ja die Schweiz!&#8221;, den möchte ich fragen: &#8220;Sicher?&#8221;. Wenn ich mit Touristen rede, erfahre ich immer wieder Neues über die Schweiz, über Ortschaften, Gebäude, &#8230; <a href="http://www.zugstory.ch/wp/archives/323">Read more <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie lernt man ein Land am Besten kennen? Durch Ausflüge! Doch wer macht schon öfters Ausflüge in seinem eigenen Land? Wohl die Wenigsten&#8230; Wer jetzt behauptet: &#8220;Für was auch, ich kenne ja die Schweiz!&#8221;, den möchte ich fragen: &#8220;Sicher?&#8221;. Wenn ich mit Touristen rede, erfahre ich immer wieder Neues über die Schweiz, über Ortschaften, Gebäude, Sehenswürdigkeiten und mehr. Ich muss zugeben, von meinem Land der Schweiz, habe ich noch nicht sehr viel gesehen und weiss ich auch nicht viel. Klar kenne ich grössere Ortschaften der Zentralschweiz/Bern und kann sie auf der Landkarte in etwa einzeichnen, doch weiter auch nicht. Es gab früher mal eine Sendung im Fernsehen, dort bekamen die Kandidaten den Auftrag, Ortschaften auf der Schweizerkarte zu bestimmen. Unglaublich! Es ist wirklich unglaublich, wie viele Ortschaften die kannten oder sie zumindest einem Gebiet zuordnen konnten. Ich wage mal zu behaupten, dass solche Aufgaben von Autofahrern besser gelöst werden können als von Pendlern, woran das liegt solltet ihr euch selber denken können. Die heutige Story hat eigentlich nicht viel mit Geographie zu tun. Wenn man es genau nimmt schon, aber auch mit TOP-Geographie-Kenntnissen wären die Überlegungen der ca. 40-jährigen Frau nicht logisch.</p>
<p>Im Zug von Bern &#8211; Olten &#8211; &#8230; &#8211; Basel &#8211; &#8230; (etwa so):<br />
Zwei Frauen, geschminkt wie 30 &#8211; Klamotten wie 40 &#8211; wahrscheinlich 50 Jahre alt, sassen im Abteil vor mir. Wir waren etwa auf halber Strecke zwischen Bern und Olten, als der Kondukteur den Zugswagen betritt und wie gewohnt durch den Zug posaunt: &#8220;Bilette ab Bern&#8221;. Die eine Frau kramt ihr Halbtax und ein Ticket aus der Tasche, während die Andere ihre zwei Tickets schon in den Händen hielt. Der Kondukteur kommt, kontrolliert die Erstere, stempelt das Ticket ab und gibt es wieder zurück. Bei der zweiten Frau wird er aber stutzig: &#8220;Entschuldigen Sie, aber das ist nur ab Burgdorf gültig und dort sind sie wohl kaum eingestiegen!&#8221;. Die Frau schaute ihn verständnislos an und antwortete ganz kalt: &#8220;Ich weiss, aber ich habe ein Abonnement für die Strecke Bern-Burgdorf&#8221;. Nach Aufforderung des Kondukteurs kramte sie ihr Abonnement im Kreditkartenformat hervor und hielt es ihm unter die Nase. Verwirrt betrachtete er es, nach einigen Sekunden räusperte sich und wandte sich an die Frau: &#8220;Ja aber das ist hier nicht gültig! Sie fahren von Bern nach Olten, nicht von Bern nach Burgdorf oder Burgdorf nach Olten. Falls sie kein gültiges Ticket haben müssen ein solches bei mir lösen und noch einen Zuschlag bezahlen.&#8221;. Ungläubig mit grossen Augen, die man nicht einmal unter den XXL-Sonnenbrillen des Modetrends 2010 verstecken konnten, meldete sie sich zu Wort: &#8220;Ja das stimmt, aber diese Zug fährt an Burgdorf vorbei! Also reicht mir dieses Ticket, es kommt mir viel günstiger als von Bern bis Olten. Mit dem Abonnement habe ich ja schon bis zu Burgdorf bezahlt, da ist es mir doch egal ob der Zug hält oder nicht, denn bezahlt habe ich ja und es ist die selbe Strecke!&#8221;. &#8220;Nein, sie müssen bezahlen! Es ist nicht erlaubt mit einem solchen Ticket hier zu fahren! Es ist egal ob wir über Burgdorf fahren oder nicht, solange wir nicht halten ist ihr Ticket so nicht gültig.&#8221;. Nach einer 5-Minütigen solcher Diskussion gab sich die Frau geschlagen &#8211; für den Moment &#8211; und löste trotzig ein Ticket und bezahlte die Strafe. Allerdings meckerte die Frau nach der Kontrolle noch geschlagene 15 Minuten im ganzen Zug herum, zudem kündete sie noch eine Beschwerde an die Dienststelle an &#8211; viel Spass dem Mitarbeiter bzw. der Mitarbeiterin, die dieses Verfahren aufklären und der Frau die Logik bekannt machen darf.</p>
<p>Zur Erklärung für alle, die es noch nicht verstanden haben: Wir nehmen Bahnhof A und Bahnhof B, es fährt ein Direktzug ohne Halt, wir nennen ihn mal Verbindung AB. Es fährt aber auch noch eine Verbindung ABC, welche zwar auch von Bahnhof A zu Bahnhof B fährt, allerdings am Bahnhof C noch einen Halt macht. Die Frau befand sich im Zug mit der Verbindung AB, hatte aber ein Abonnement bis Bahnhof C und löste daher nur ein Ticket von Bahnhof C zu Bahnhof B. Wie bereits gesagt ist die Verbindung AB aber eine Direktverbindung OHNE HALT IN BAHNHOF C! &#8211;> Eine Logik, die wohl nur 30-40-50-jährige-Frauen verstehen, bitte klärt mich über die Gedankenvorgänge eines solchen Wesens auf.</p>
<p>Noch eine ungeklärt Frage hätten wir: Was hat das ganze mit Geographie zu tun?<br />
Ganz einfach: Der Bahnhof Burgdorf befindet sich gar nicht auf der Strecke Bern-Olten und ist nur über die andere Verbindung, die somit einen Umweg darstellt, erreichbar.</p>
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		<title>#38 Transportfahrzeuge</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 03:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zugstory</dc:creator>
				<category><![CDATA[09 - November 2011]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Foto]]></category>
		<category><![CDATA[Transport]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Schweiz ist eine Pendlernation! Egal ob mit Auto/ÖV/Fahrradoder sonstigen Verkehrsmittel, die Einwohner der Schweiz arbeiten oftmals nicht im selben Dorf wie sie wohnen. Was würden wir nur unsere elektrischen Verkehrsmittel machen? So ganz ohne Auto, Motorrad, ÖV, etc., nur mit Fahrrad, Rollerskates und Skiern? Wir wären verloren! Ohne unsere Mobilität wäre viel nicht so, &#8230; <a href="http://www.zugstory.ch/wp/archives/305">Read more <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zugstory.ch/wp/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0016_lq1.jpg"><img src="http://www.zugstory.ch/wp/wp-content/uploads/2011/11/IMG_0016_lq1-150x150.jpg" alt="" title="Pflanzentransport" width="150" height="150" class="alignright size-thumbnail wp-image-314" /></a>Die Schweiz ist eine Pendlernation! Egal ob mit Auto/ÖV/Fahrradoder sonstigen Verkehrsmittel, die Einwohner der Schweiz arbeiten oftmals nicht im selben Dorf wie sie wohnen. Was würden wir nur unsere elektrischen Verkehrsmittel machen? So ganz ohne Auto, Motorrad, ÖV, etc., nur mit Fahrrad, Rollerskates und Skiern? Wir wären verloren! Ohne unsere Mobilität wäre viel nicht so, wie es ist. Wenn ich an solche Sachen denke, bin ich irgendwie schon fast wieder froh, dass es ÖV gibt, auch wenn die Züge voll gestopft sind und man keinen Sitzplatz findet, man kommt von A nach B und das ist ja schon mal was. Man kann sogar etwas mitnehmen, einen Rucksack, einen Koffer oder Möbel. Möbel? Ja Möbel!</p>
<p>Es kommt selten vor aber es kommt vor: Leute, die ihre Möbel mit den ÖV transportieren. &#8220;Jetzt ist er völlig durchgeknallt! Ist doch eh alles nur erfunden! Der hat doch keine Ahnung&#8221; &#8211; falsch, ich habe es wirklich schon erlebt. Zugegeben, die Möbel waren meistens noch verpackt, flache längliche Pakete aus Karton, meistens angeschrieben mit Schwedischen Namen die niemand aussprechen kann. Doch auch einem kleinen Nachttischchen bin ich schon begegnet, mitsamt dem Besitzer natürlich. Falls ihr euch fragt, es ist vom Gesetz her erlaubt, Gepäck mitzuführen, wobei nicht vorgegeben ist, was es für Gepäck sein muss. Klar darf es nicht irgend ein Bett oder eine Matratze sein, aber irgend einen Hocker oder einen kleinen verpackten Tisch, darf man ohne Kosten und Voranmeldung transportieren. Für ein Fahrrad wiederum, braucht man ein Zusatzticket &#8211; ausser man verstaut es in einer Tasche (als kleine Anmerkung, es gibt eine Firma die extra Taschen für Fahrräder herstellt, damit man sie gratis im Zug transportieren kann, mehr dazu ein anderes Mal). Es ist eine gute und kostengünstige Lösung, kleinere Transporte selber zu übernehmen und der Umwelt zuliebe aus auf ein motorisiertes Fahrzeug, dass nur aus der gegebenen Situation zum Einsatz kommt, verzichtet. Doch letztes Wochenende kam ich in den Genuss einer solchen Transport-Aktion, welche mich doch sehr erstaunte. Es war ca. 18.00 Uhr und ich stieg in Zug in den Zug, einen Doppelstöcker. Nach kurzem obligatorischen Überlegen, ob ich oben bei den stürmischen, aktiven und unterhaltsamen Mitpendlern oder unten bei den ruhigen, langweiligen wdFMH Gruppe 2 Mitpendlern sitzen möchte, bestieg ich die Treppe, welche meistens als Notsitz bei vollem Zug dient. Oben angekommen schaute dem Gang entlang, um einen freien Sitzplatz zu entdecken &#8211; was nicht schwer war, da der Zug praktisch leer war, doch auch ich muss doch mal ein Erfolgserlebnis haben dürfen und mich darüber freuen, dass ich einen Platz gefunden habe. Doch was war das? Etwas Grünes, eine Pflanze, zwei, drei! Was ist denn da los? Urwald-Party? Ich lief am besagten Abteil vorbei und versuchte einen Blick von den Urwald-Bewohnern zu ergattern. Vor lauter Grün, konnte ich zuerst gar nicht erkennen, ob jemand im Abteil sass. Sie, die Mutter und ihre drei kleinen Kinder,  bedeckt von insgesamt sechs verschiedenen Pflanzen, von denen die Hälfte grösser waren als die Kinder selbst. Ein komischer Anblick! So komisch, dass ich mich in das nächste Abteil setzte, meine Digicam zückte und ein Foto schoss.</p>
<p>Immer wieder fragte ich mich, ob das schon eine Story wert ist? Es wäre Premiere! Die erste Story mit Foto! In letzter Zeit bekam ich viel Feedback, ich solle doch das erlebte auch fotografieren. Gerne würde ich das in Zukunft so beibehalten, es ist mir allerdings nicht immer möglich, meine Kamera am richtigen Ort zum richtigen Zeitpunkt (oder umgekehrt) zu haben. Was hat mich nun dazu bewegt, dem Erlebnis trotzdem eine Story zu schenken? Der linke Ausschnitt des Bildes! Da seht ihr nämlich eine Person sitzen bzw. seht ihr sein Ärmel der Jacke. Er fiel mir schon von Anfang an auf, nein, nicht wegen seiner grün-schwarzen Jacke, auch nicht wegen seinem Aussehen, auch nicht wegen seinem doofen Blick, als ich ein Foto schoss. Wie sich gegen den Schluss herausstellte, war diese Person der Ehemann der Frau und der Vater der Kinder! Wie dreist ist denn das? Die Pflanzen und die Familie in ein Abteil zu setzen und währenddessen im eigenen 4-er Abteil seine Platzfreiheit zu geniessen? &#8211; Gar nicht Gentleman-Like!<br />
Nach dieser Einsicht wurde mir übrigens auch klar, warum der Mann mich so doof anschaute als ich ein Foto knipste. Meine Lehre daraus: Das nächste mal werde ich mich nicht wieder erwischen lassen&#8230;</p>
<p>Somit sind wir auch schon am Ende meiner kleinen Story, auch heute lasse ich wieder eine Frage offen:<br />
Gibt es eigentlich eine Pendler-Knigge? &#8211; JA gibt es! Doch ich bin der Meinung, dass diese wiedermal erneuert werden könnte oder am besten gleich neu geschrieben!<br />
Upps, jetzt habe ich keine Frage offen gelassen, na dann:<br />
Würde jemand seine Möbel einem Transportunternehmen anvertrauen, das ausschliesslich über den ÖV transportiert? Wir werden&#8217;s vielleicht nie erfahren&#8230; Oder wir testen es ganz einfach, der Testbericht folgt&#8230;vielleicht&#8230;nach der Zugstory-Knigge.</p>
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		<title>#37 Nase zu und durch</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 03:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zugstory</dc:creator>
				<category><![CDATA[08 - Oktober 2011]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Geschmack]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Ungewöhnliche Kleidung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wow! Was für eine Woche! Diese Woche erlebte ich sage und schreibe vier Stories, die ich für euch niederschreiben werde. Umso schwerer wurde mir gerade die Entscheidung, welche ich für diese Woche präsentieren werde. Als kleiner Vorgeschmack könnte ich hier schon mal die provisorischen Titeln der nächsten Stories posten, doch da diese nicht wirklich aussagekräftig &#8230; <a href="http://www.zugstory.ch/wp/archives/300">Read more <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wow! Was für eine Woche! Diese Woche erlebte ich sage und schreibe vier Stories, die ich für euch niederschreiben werde. Umso schwerer wurde mir gerade die Entscheidung, welche ich für diese Woche präsentieren werde. Als kleiner Vorgeschmack könnte ich hier schon mal die provisorischen Titeln der nächsten Stories posten, doch da diese nicht wirklich aussagekräftig sind bringt es euch nichts. Obwohl es natürlich die Fantasie anregt, doch ich möchte trotzdem noch nicht zu viel verraten, so viel sei aber gesagt: ÖV und Transport lassen sich wunderbar verbinden, doch es kann beim Pendeln auch mal gefährlich werden und ich durfte diese Woche 2x bangen. Mehr verrate ich jetzt nicht mehr, oh doch, natürlich noch für was ich mich entschieden habe. Doch das habt ihr im Titel ja hoffentlich schon gelesen. Dazu darf ich euch versprechen, dass falls ihr schadenfreudig seit, ihr hier auf eure Kosten kommen werdet &#8211; und wer darf wieder mal dran glauben? ICH! Seht selbst&#8230;</p>
<p>&#8230;Ich habe nichts dagegen, wenn jemand nicht perfekt aussieht. Ich habe nichts dagegen, wenn jemand nicht perfekt gestylt ist. Auch sage ich nichts, wenn jemand modisch völlig aus der Reihe tanzt und so unmodisch ist, dass er oder sie den Begriff Mode schon fast wieder darstellt. Es soll jeder so herumlaufen wie er will, solange er sich wohl fühlt und niemand belästigt. Zugegeben, man kann jemand durch sein äusseres Erscheinungsbild belästigen, doch dass ist eher Geschmackssache. Der Begriff Geschmack ist relativ, dem einen gefällt&#8217;s, dem Andern nicht. Der eine hat einen guten Geschmack, der Andere nicht. Doch wer sagt und &#8216;eigentlich was gut und was schlecht ist? Wer sagt uns, was gut aussieht und was nicht? Die Promis mit ihren Outfits (man erinnere sich an Lady Gaga&#8217;s Fleischoutfit) oder die Presse? Die Designer, die durch die Weltmetropolen wie Paris, New York &#038; Co. fliegen und dort ihre besten Stücke präsentieren, die sowieso kein Normalsterblicher jemals anziehen wird? Viele Kleidungsstücke wurden lange Zeit als Geschmackslos bezeichnet, doch plötzlich tragen sie alle und sie sind In, von gestern auf heute! Und ehe du dich versiehst und es morgen ist, sind sie wieder Out. Die Designer von Kleidungsgeschäften planen momentan die Mode für die Jahre 2014/2015! Sie planen nicht der Nächste, auch nicht der Übernächste, sondern der Nächste vom Übernächsten Trend. Sind wir wirklich so beeinflussbar, dass wir uns dem Trend anpassen, anstatt den Trend selber zu bestimmen? &#8211; Ja sind wir! Doch wenn sich die Bevölkerung bei etwas einig ist, dann beim Geschmack! Nein, nicht bei dem Modegeschmack, sondern beim Geschmack, den wir in der Nase wahrnehmen dürfen. Obwohl auch da &#8211; z.B. beim Essen und bei Parfum &#8211; die Meinungen auseinander gehen. Eine Gemeinsamkeit hat der Mensch aber: eine Handvoll Gerüche, die niemand mag. Genau so einem Geruch bin ich begegnet, ich wünschte es gäbe Geschmacks-PCs&#8230;</p>
<p>Nach 462 Wörtern, 2898 Zeichen, 358x dem Buchstaben &#8220;e&#8221;, nach nur einem &#8220;x&#8221; und einer sinnlosen Studie über den obigen Text, jetzt zum eigentlichen Erlebnis:<br />
Es war Mittwoch Abend, 12° C kalt und ich sass im Bus auf dem Weg irgendwo in der Schweiz, nähe einer Stadt. Der Bus war mittelmässig besetzt, eigentlich leer bis auf vier Personen, doch für die Statistik der gelben Busfahrgesellschaft, behaupte ich mal &#8220;mittelmässig&#8221;. Ich sass ganz vorne am Gang, der Rucksack zwischen meinen Beinen und leere in meinem Kopf. Der Bus fuhr rechts ran, um einem Fahrgast die Mitfahrt zu ermöglichen, was an sich ja nichts Abnormales ist. Unbeeindruckt über die &#8211; wie man so schön sagt &#8211; Dame im fortgeschrittenen Alter (ca. 4.5x so alt wie ich), die einstieg, schweifte ich in meinen Gedanken ab. Da mein Kopf aber, wie schon erwähnt, völlig leer war, schlummerte ich vor mich hin und kümmerte mich nicht darum, dass sie in das Zweierabteil neben mir Platz nahm. Plötzlich riss mich ein Geruch aus meinen Gedanken, also der Leere, also dem Schlummern, also, ach was auch immer. Es war ein ätzender, ein übelriechender Geschmack, eine Art Säure, menschlichen Erzeugnisses, unangenehm und treibt das Wasser in die Augen. Ein Gestank, an den ich mich gut erinnern kann (zu gut &#8211; und schon bereue ich es, die heutige Story zu schreiben). Es stank nach Urin! Bestialisch! &#8220;Igitt! Wieso? Wieso passiert das mir?&#8221;, fragte ich mich und die Antwort darauf habe ich bis heute noch nicht bekommen. Wer schon mal den Geruch von einer in Urin-gebadeten Person erschnüffeln durfte, darf sich gerne dem Geruch auseinandersetzen und ihn in seine Erinnerung rufen und noch 3x verstärken. Es war nicht mehr normal, nicht mehr zum aushalten, die Dame stank!<br />
Es gab zwei Wege, die ich nun einschlagen konnte: Plan A: Aussteigen, Plan B: Umsetzen. Da ich zeitlich sowieso schon knapp war, konnte ich Plan A gleich wieder vergessen, Plan B musste also hin. Doch diese wurde so ziemlich schnell verworfen, als ich nämlich sah, dass die Frau halbwegs auf dem Gang sass und mir den Weg völlig versperrte. Plan C musste hin, doch wo war diese doofe Plan C, wenn man ihn braucht? Nirgends! Widerwillig setzte ich mich ans Fenster, 40cm weiter weg von der Frau, was jedoch auch nicht wirklich viel Besserung erbrachte. Mein T-Shirt wurde kurzerhand um-modelliert, zu einer Gasmaske, doch den ätzenden Gestank hielt auch dies nicht ab. Den Blick der Dame hättet ihr sehen müssen. Nach 10 Minuten, kurz vor den Ohnmacht hörte ich ein &#8220;dingdong!&#8221;, endlich, meine Haltestelle war da! Mit letzter Kraft zog ich mich aus dem Bus an die frische Luft, ich war noch nie so froh, den warmen Bus zu verlassen und an die Kälte zu gelangen.</p>
<p>Da mir von der Erinnerung jetzt schon wieder etwas übel ist, möchte ich kein langes Gerede mehr darum machten, aber ich bedanke mich hiermit bei jeder Person, die an Andere denkt und niemanden mit seinem Gestank belästigt! Ich weiss, die Dame kann nichts dafür, aber ICH auch NICHT!</p>
<p>An dieser Stelle möchte ich mich wieder einmal für eure tolle Unterstützung danken, in guten, wie in schlechten Zeiten! Danke für die tollen Feedbacks, Besucherzahlen und Werbung bei Freunden. Ich hoffe, das Lesen macht euch genau so viel Spass, wie mir das Schreiben und Erleben.  Einen kleinen Aufruf möchte ich jedoch noch machen: Bitte gebt zu den Stories Kommentaren ab, unter jeder Story könnt ihr euren Lob/Kritik/Hass und vor Allem auch die eigenen Erfahrungen veröffentlichen.</p>
<p>Ich wünsche euch eine schöne Woche, &#8220;Happy Halloween&#8221;, viel Humor und angenehme Geschmäcker von verfrühten Wiehnachtsguetzli, Mandarinen und heissem Punsch &#8211; lasst die kalten Tage kommen! Aber bitte überprüft zuerst noch die Heizungen im ÖV&#8230;</p>
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		<title>#36 Tür auf? Tür zu!</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 03:00:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zugstory</dc:creator>
				<category><![CDATA[08 - Oktober 2011]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Knopf]]></category>
		<category><![CDATA[Türstörrung]]></category>
		<category><![CDATA[Verspätung]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt verschiedene Gründe für Zugverspätungen: Gleisstörung, Türstörung, Unfall, Stellwerkstörung, Lokstörung etc. und natürlich auch noch mein Favorit: Verspätung durch Abwarten eines Zuges! Letzteres ist wohl das Schlimmste, was ich monatlich durchmachen darf, klar ist es sozial zu warten, damit Fahrgäste von anderen Zügen auch noch auf diesen Zug können, doch was bringt das, wenn &#8230; <a href="http://www.zugstory.ch/wp/archives/295">Read more <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt verschiedene Gründe für Zugverspätungen: Gleisstörung, Türstörung, Unfall, Stellwerkstörung, Lokstörung etc. und natürlich auch noch mein Favorit: Verspätung durch Abwarten eines Zuges! Letzteres ist wohl das Schlimmste, was ich monatlich durchmachen darf, klar ist es sozial zu warten, damit Fahrgäste von anderen Zügen auch noch auf diesen Zug können, doch was bringt das, wenn man dadurch alle eigenen Anschlusszüge verpasst, weil diese wiederum NICHT warten? Es ist einfach unnötig, doch noch unnötiger ist eine Verspätung, verursacht durch mindestens zwei Personen, weil die Eine die Tür blockiert um auf die Andere zu warten. Wäre eigentlich kein Problem, wenn die Andere Person in der Nähe ist aber ich durfte auch schon miterleben, wie Frau drei Minuten lang die Türe blockierte, da ihre Kollegin noch ein Billet kaufen gehen musste. Das Beste an solchen Situationen ist aber die Reaktion der Lokführer, die entweder per Lautsprecher durchgeben, dass die Tür freigegeben werden soll oder  sogar persönlich vorbei gehen und den Fahrgast des Zuges verweisen (ist echt schon mal vorgekommen).</p>
<p>Wie schon angedeutet geht es heute um Türen, oder besser gesagt um den Türknopf. Eigentlich habe ich nicht vor, eine lange Geschichte zu schreiben, denn ein solcher Knopf ist nicht so viel Text wert, oder doch? Es ist das wichtigste Werkzeug des Pendlers, denn ohne ihn, ginge die Türe nicht auf. Doch wie viele Knöpfe habe ich schon erlebt, die einen Defekt erlitten und die Türe sich deshalb nicht öffnen liess? Viel zu viel&#8230; Da sind mir die alten Züge schon lieber, bei denen man noch manuell Hand anlegen musste und die Türe per Hebel öffnete. Doch die Schweiz ist viel zu modern, oder eher die Schweizer. Denn es ist noch lange nicht jede/r in der Lage, eine solche Türe zu öffnen! Man sucht einen Knopf, findet keinen und bleibt vor der Türe stehen &#8211; kein Witz! Doch auch mit den elektronischen Knöpfen ist noch genug getan, so stand ich letztens vor einer Türe im Inter-City-Express, welcher über zwei Türknöpfe pro Türe besitzt: Der grüne Knopf, auf dem &#8220;Tür auf&#8221; steht und der Rote mit der Aufschrift &#8220;Tür zu&#8221;. So hat es vor ca. einem Monat, ein Mann nicht geschafft, den richtigen Knopf zu drücken. Anstatt Tür auf drückte er Tür zu, ich verzweifelte fast aber dieser Situation, denn er liess mir keine Chance offen, ihm zu helfen. Nach seinem 6.ten Versuch gab ich alle Hoffnungen auf und wechselte zu einer anderen Türe. Doch warum macht man eigentlich einen Tür-zu-Knopf? Kann mir das bitte mal jemand erklären? Denn ich habe in meinem Leben noch nie &#8211; ausser diesen Mann &#8211; jemand gesehen, der diesen Knopf gedrückt hat. Falls ihr den Grund für diesen Knopf kennt, bitte schreibt mir!</p>
<p>Einen Grund habe ich gefunden, dank diesem Knopf geht das Warten auf das Abfahren des Zuges viel schneller vorbei, es ist eine ideale Beschäftigung. Das weiss ich, weil mich der Ehrgeiz packte und ich das Bedürfnis verspürte, diesen Knopf zu betätigen. Entstellt von meinem Drang wagte ich es und drückte ihn mit dem Gedanken: &#8220;Was passiert jetzt? Fliegt alles in die Luft? Ist die Türe jetzt kaputt?&#8221;. Und was passierte? Wer hätte es gedacht: Es fing an zu pfeifen und die Tür schloss sich. Wer also in der nächsten Zeit mal ICE fährt, ist von mir gebeten diesen Knopf zu drücken und ein bisschen über den Grund eines solchen Knopfs nachzudenken.</p>
<p>Fazit: Ein faszinierender Knopf der eindeutig auf die Liste von sinnlosen Erfindungen und Ausgaben der Bahngesellschaft gehört!</p>
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		<title>#35 Vitamin C für die ganze Familie</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 03:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zugstory</dc:creator>
				<category><![CDATA[08 - Oktober 2011]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

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		<description><![CDATA[Wo lest ihr alle eigentlich die wöchentlichen Zugstories? Zuhause? Im Geschäft? Oder etwa im Zug? Naja, da werdet ihr wahrscheinlich anderes zu lesen haben, Gratiszeitungen oder Bücher&#8230; oder die extrem spannenden Bahn-Heftchen, die in gewissen Zügen von den Bahngesellschaften zur Verfügung gestellt werden. Wer sich nun fragt, was eigentlich in diesen drin steht &#8211; nicht &#8230; <a href="http://www.zugstory.ch/wp/archives/292">Read more <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wo lest ihr alle eigentlich die wöchentlichen Zugstories? Zuhause? Im Geschäft? Oder etwa im Zug? Naja, da werdet ihr wahrscheinlich anderes zu lesen haben, Gratiszeitungen oder Bücher&#8230; oder die extrem spannenden Bahn-Heftchen, die in gewissen Zügen von den Bahngesellschaften zur Verfügung gestellt werden. Wer sich nun fragt, was eigentlich in diesen drin steht &#8211; nicht wirklich viel Schlaues. Sie beinhalten viel Eigenwerbung und sind meistens auch nicht sehr unterhaltend, vielleicht ist das der Grund, warum sie nicht geklaut werden. Doch was will man in so einem 30-Seitigen Druck schon schreiben? Obwohl, meiner Meinung nach dürfte man gerne pro Ausgabe ein Interview weniger abdrucken, dafür aber eine Zugstory online stellen. Doch dafür habe ich zu wenig Kontakte oder Einfluss und ob es irgendjemanden interessieren würde, wäre dann noch die andere Frage.</p>
<p>Jedoch habe ich diese Woche wieder einmal jemanden gefunden, der solch eine Ausgabe in die Finger bekam und darin blätterte: &#8220;Italiener? Hat es hier nichts Spannenderes drin?&#8221;, fragte er in die Allgemeinheit und warf das Heft ein Abteil nach hinten. Die Rede ist von einem ca. 10 Jahre alten Jungen, er fuhr mit seinem kleinen Bruder, der Schwester, der Mutter, dem Onkel, der Tante, dem Cousin, der Cousine, dem Gotti (Patentante), der Grossmutter und dem Grossvater Zug. Nein, ich habe nicht übertrieben, es kam mir vor wie ein erweitertes Familientreffen. Die Gesellschaft fiel mir schon beim Einsteigen ein, nicht wegen der grossen Anzahl, eher weil die Jungs beim einsteigen gebettelt haben: &#8220;Bitte fahren wir 2. Klasse, bitte, bitte, es wäre so geil&#8221;. Dass eigentlich die 1. Klasse besser wäre, entgegen dem Schulsystem, wo die 2. Klasse fortgeschrittener ist, wussten sie nicht. &#8220;Ich sitze hier&#8221;, sagte der Jüngste und sass neben mich. &#8220;Nein warte, ich will neben dich!&#8221; und schon war er neben seiner Mutter. &#8220;Obwohl ich will auch neben ihm&#8230;&#8221;, &#8220;Stop, jetzt sitzt du hin und da bleibst du!&#8221;, schrie plötzlich die Patentante durch den ganzen Zug. Kleinlaut setzte er sich nun mit seiner grossen Schwester in das Abteil nebenan und schaute zum Fenster hinaus. Der 10-jährige Junge sass mir mit seinem 6-jährigen Bruder gegenüber und neben mir fand auch die Patentante ihren Platz. Die anderen verteilten sich auf andere Abteile.<br />
Der 6-jährige Junge schaute hinaus und winkte einem vorbeifahrenden Güterzug in der Hoffnung, dass jemand zurück winkt &#8211; ein Versuch ist&#8217;s wert. &#8220;Levi Fuss runter!&#8221;, schrie die Patentante zum 6-jährigen, &#8220;du weisst genau, dass du das nicht darfst!&#8221;. &#8220;Aber wieso?&#8221;, fragte er sie, ohne dabei eine Antwort zu erhalten. Die Schwester meldete sich lautstark zu Wort: &#8220;Ein Wuffwuff!&#8221;, die Kinder sprangen auf und drückten ihre Gesichter an die Scheiben, um den Hund zu sehen. Darauf die Mutter ganz rhetorisch: &#8220;Habt ihr noch nie einen Hund gesehen? Schlimm!&#8221;. Auf diesen Satz hin schauten sich die Kinder an und fingen demonstrativ an, wuffwuff durch den ganzen Zug zu schreiben, bis die Patentante sie schliesslich bat, damit aufzuhören mit der Anmerkung, dass die Kinder in einer Psycho-Anstalt wahrscheinlich besser aufgehoben wären.<br />
Der 6-jährige, welcher übrigens Levi hiess &#8211; nahm sich eine Klementine aus der Tasche der Mutter und bat seine Schwester sie für ihn zu schälen. Nach getaner Arbeit, nahm er sie an sich und schlang sie herunter. Doch wie Kinder nun mal so sind, können sie nicht den einen nach dem anderen Klementinen-Schnitz essen, sondern alle gleichzeitig. Plötzlich verspürte ich Nässe auf meinem Knie, der Grund, wie vorhin angedeutet, die Klementine! Angenehmes Gefühl, doch ich blieb ruhig und regte mich nur innerlich darüber. Froh darüber, endlich in meinem Dorf angekommen zu sein, stand ich auf und verliess den Zug, den wahrscheinlichen ironischen Kommentar vom Grossvater zu den Kindern, bekam ich jedoch noch gerade mit: &#8220;Der ist nur wegen euch gegangen&#8221;. Bin ich war nicht, aber ich könnte mir vorstellen, dass Personen mit strapazierten Nerven genau dies getan hätten, doch eben, ich bin viel zu kinderlieb und möchte noch ein bisschen Action bei meiner täglichen Zugfahrt.</p>
<p>Mit nassem Knie und der Erkenntnis, dass das Zugsheft wirklich für nichts taugt, lief ich nach Hause und machte mir Gedanken darüber, ob ich es später mal den Leuten wirklich antun will, mit meinen Kindern Zug zu fahren. Doch wer weiss, bis es soweit ist, kann es noch lange gehen&#8230;</p>
<p>Ich möchte mich hiermit noch entschuldigen, falls bei den Stories ab und zu mal ein paar Rechtschreibfehler vorkommen, doch meine Rechtschreib-Prüfungssoftware ist auch nicht das Beste, zum Beispiel schlägt es anstelle von Patentante folgendes vor: Patenttante<br />
WP meldete als Verbesserungsvorschlag für Patentante übrigens: Patenente<br />
Na dann, schöne Woche =)</p>
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		<title>#34 Mobiles Warten</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 03:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zugstory</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mobilität ist praktisch, ob in der Berufswelt, beim Einkaufen, bei Events &#8211; einfach überall. Doch wie mobil sind wir Schweizer eigentlich? Es besitzt heutzutage praktisch jeder Haushalt ein Auto, manche sogar zwei oder mehr. Zudem besitzen abertausende von Personen ein Abonnement für den Zug/Tram/Bus/Schiff in Form von General-Abonnement (GA) oder Städte-Abonnement, Zonen-Abonnement oder was es &#8230; <a href="http://www.zugstory.ch/wp/archives/288">Read more <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mobilität ist praktisch, ob in der Berufswelt, beim Einkaufen, bei Events &#8211; einfach überall. Doch wie mobil sind wir Schweizer eigentlich? Es besitzt heutzutage praktisch jeder Haushalt ein Auto, manche sogar zwei oder mehr. Zudem besitzen abertausende von Personen ein Abonnement für den Zug/Tram/Bus/Schiff in Form von General-Abonnement (GA) oder Städte-Abonnement, Zonen-Abonnement oder was es sonst noch so gibt. Doch man kann natürlich auch ohne diese Abonnements die Öffentlichen Verkehrsmittel gebrauchen, mit einem Billet/Mehrfahrkarte oder zum Teil auch ohne. Im Gegensatz zum Ausland kommt man in der Schweiz mit dem ÖV relativ weit, man hat meistens einmal in der Stunde einen Anschluss von schon fast jeder Gemeinde aus. In grösseren Ortschaften kommt es auch vor, dass man zwei oder mehr Anschlüsse pro Stunde hat. Doch dieses Angebot geltet leider nur Tags und Abends und nicht in der Nacht, wobei es auch Verbindungen gibt, die nach 19.00 Uhr schon nicht mehr befahren werden. Das Nachtnetz des ÖV wird stetig ausgebaut und erweitert, wobei auch die Preise, der sogenannte &#8220;Nachtzuschlag&#8221; teuer zu stehen kommt &#8211; Pech für alle, die Nachts arbeiten müssen. Dieses Nachtnetz wird am Wochenende hauptsächlich von Partygängern benutzt, doch es kommt nicht selten vor, dass diese die erste Verbindung am Morgen, anstatt das Nachtnetz  benutzen, wie ich selber an mir erfahren durfte.</p>
<p>Letzten Samstag beschloss ich kurzfristig, auf Bern in den Ausgang zu gehen. Nach kurzem suchen fand ein Kollege auch ein passendes Event, an dem &#8211; laut Organisator &#8211; die Besucher mit Shuttle Bussen und Extrazügen auf das Areal geführt und wieder zurückgebracht werden. Perfekt! &#8211; dachten wir uns und ich nahm den nächsten Zug auf Bern. Es war schon dunkel und deshalb war die Landschaft draussen nicht mehr so erkennbar, da dies aber seit 1.5 Jahren mein täglicher Arbeitsweg ist, weiss ich auch bei Dunkelheit anhand von den Häusern und Feldern, wo wir etwa sind. Doch diese Fahrt war anders, mir kam alles so unbekannt vor, ob dies wohl daran liegt, dass ich eine Woche in den Ferien war? Nein, das kann nicht sein, das ist alles so unbekannt! Bin ich im falschen Zug? Ich wusste es nicht&#8230; Bis sich ca. 5 Minuten später über Lautsprecher eine Stimme erkennbar machte: &#8220;Aufgrund eines Defekts auf unserer Strecke müssen wir leider einen Umweg nehmen. Wir werden mit einer Verspätung von ca. 15 Minuten in Bern eintreffen!&#8221;. Was? 15 Minuten bei einer Fahrzeit von 30 Minuten? &#8211; mit dem habe ich echt nicht gerechnet! Mit 14 Minuten Verspätung und einem zusätzlichen Defekt am Zug, kam ich jedoch in Bern an, wobei mein Anschluss natürlich ohne mich fuhr. Trotzdem, von dieser Tatsache liess ich mir den Abend nicht verderben und ging wie geplant an das Event, welches erwartungsgemäss die ganze Nacht dauern sollte. Doch schon um 03.30 Uhr hiess es: &#8220;So Leute, das war&#8217;s, wir wünschen euch eine gute Heimfahrt!&#8221;. Gemütlich holten wir unsere Jacke ab und machten uns zur Shuttle-Bus Station, die von Busen des ÖV&#8217;s bedient wurde. Unser Plan: In den nächsten Shuttle und dann ab nach Hause, mit dem Extrazug. Dieser Plan ging jedoch nicht ganz auf, den auf den Shuttle-Bus durften wir eine geschlagene Stunde in der Kälte und dem Regen stehen! Das Taxi erschien uns deshalb als beste Alternative, eigentlich, wenn sie nicht eine Wartezeit von ca. 1h gehabt hätten. Somit blieb uns nichts mehr anderes übrig als zu warten und dann die kostenlose Variante, den Shuttle-Bus zu nehmen.</p>
<p>Angekommen an der Endhaltestelle des Busses, an einem Bahnhof machten wir uns auf zum Extrazug &#8211; doch wo war dieser? Schnell mit dem Smartphone im Internet informiert, wurden wir mit der Erkenntnis bereichert, dass gar keine Extrazüge fuhren und wir auf den ersten Zug durften, der allerdings erst um 04.30 Uhr fuhr. Zum ersten Mal in meinem Leben, war ich froh, dass es Wartehäuschen an den Bahnhöfen gab, doch das fanden 14 andere Partygäste leider auch, wobei und kein Sitzplatz auf den eisernen Bänken mehr blieb. Doch auch diese Hürde konnten wir in aller Kälte meistern und wir schafften es wach zu bleiben und den ersten Zug nach Bern zu nehmen. Natürlich fuhr in Bern gerade kein Anschlusszug für mich und eine weitere halbe Stunde verstrich mit Warten &#8211; in der &#8220;Wartehalle&#8221;. Endlich war es Zeit für mich auf meinen Zug zu gehen, was ich natürlich auch tat. Im Zug angekommen stellte ich mir einen Wecker auf meinem Handy, welcher mich eigentlich wecken sollte. Im Schlaf brachte ich es jedoch fertig, den Wecker auszuschalten. Zum Glück aber erwachte ich gerade noch rechtzeitig und konnte in letzter Sekunde aus dem Zug in den nächsten Anschlusszug huschen, in welchem ich jedoch gleich nach Abfahrt wieder einschlief. Wäre ja eigentlich nicht so schlimm, wenn ich an meiner Endhaltestelle wieder erwacht wäre &#8211; bin ich aber nicht. Schlafend fuhr ich noch eine Viertelstunde weiter, bis ich aufwachte und total geschockt bei der nächsten Haltestelle ausstieg. Wie sich aber zwei Minuten später zeigte, war dies ein grosser Fehler, denn diese Haltestelle wurde nur stündlich bedient! Schlau wie ich bin (oder eben nicht) joggte ich los, mein Ziel: Das nächst grössere Dorf innerhalb einer halben Stunden und somit einen Anschluss zurück zu erreichen. Was ich nicht wusste: Der nächste Bahnhof ist innerhalb von 50 Minuten zu erreichen und somit verpasste ich auch den Anschluss.</p>
<p>Völlig erschöpft fand ich aber, einen Zug später, doch noch nach Hause und durfte meinen sicherlich verdienten Schlaf beziehen. Fazit des Abends:<br />
Eigentlicher Fahrtweg: 2h 20 Minuten<br />
Effektiver Fahrtweg: 6h 15 Minuten<br />
Party: 4h 30 Minuten<br />
Gesamtzeit: 10h 45 Minuten</p>
<p>Irgendetwas mache ich falsch &#8211; eindeutig!</p>
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		<title>#33 Geld regiert die Welt</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Oct 2011 03:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zugstory</dc:creator>
				<category><![CDATA[08 - Oktober 2011]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
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		<description><![CDATA[Als ich für meine Einleitung in eine neue Story im Internet ein bisschen nachforschte, stiess ich auf folgendes Zitat von André Kostolany aus &#8220;Die Kunst, über Geld nachzudenken&#8221;: &#8220;Wer viel Geld hat, kann spekulieren; wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren; wer kein Geld hat, muss spekulieren.&#8221;. Ich finde, es gibt kein passenderes Zitat zur &#8230; <a href="http://www.zugstory.ch/wp/archives/284">Read more <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich für meine Einleitung in eine neue Story im Internet ein bisschen nachforschte, stiess ich auf folgendes Zitat von André Kostolany aus &#8220;Die Kunst, über Geld nachzudenken&#8221;: &#8220;Wer viel Geld hat, kann spekulieren; wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren; wer kein Geld hat, muss spekulieren.&#8221;. Ich finde, es gibt kein passenderes Zitat zur aktuellen Finanzlage einer gewissen Bank. Sie haben viel Geld, spekulieren &#8211; und wie in diesen Fall &#8211; verlieren. Doch was ist nun das Problem beim Spekulieren für die Bank? Keines, ausser den Verlust, den ihnen einfahren könnte, doch die Verantwortung wird auf den Mitarbeiter abgeschoben. Doch dieses Zitat passt nicht nur zu dieser Bank, sondern auch zu Pendlern, denn wer zu viel Geld hat, kann auf Schwarzfahren spekulieren, falls man erwischt wird macht es nichts, denn man hat ja genug Geld um die &#8220;Strafe&#8221; zu zahlen. Wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren, er würde in 80% der Fällen zwar günstiger kommen, doch das Restrisiko von 20% bleibt und wer mehrmals erwischt wird, dem droht einen zusätzlichen Aufschlag oder sonstige Konsequenten, die wohl niemand freiwillig tragen will. Wer Kein Geld hat, ja, der muss aufs Schwarzfahren spekulieren und hoffen, dass er nicht erwischt wird. Das Thema der heutigen Story ist, wie schon angedeutet, Geld. Man kann nicht ohne aber es macht auch nicht glücklich. Man kann sich viele Träume damit erfüllen aber nicht alle. Der materielle Wert ist gering, doch der tatsächliche Wert übersteigt ihn beträchtlich. Es gibt es in verschiedenen Währungen, materiell, immateriell, aus verschiedenen Materialien, Formen und Farben. Es macht geizig und ist bei einem Teil der Bevölkerung der einzige Grund, arbeiten zu gehen. Man will immer mehr, man riskiert es damit man mehr gewinnen kann, man kauft sich Wertanlagen um vor der Inflation zu flüchten. Man kann es ausleihen, damit man noch mehr zurück bekommt. Man kann es aber auch einfach ausgeben, so wie ich, um Zugstory am Leben zu erhalten, doch auch dieses Ereignis kann man wieder zu seinem Vorteil nutzen, so könnte euch zum Beispiel mit Werbung belästigen und mir dafür das ausgegebene Geld zurückholen. Doch bei meiner heutigen Story geht es nicht um meine finanzielle Lage, seht selbst:</p>
<p>Im Zug von einer Grossstadt in eine andere Grossstadt, irgendwo in der Schweiz. Ich sitze gemütlich neben zwei älteren Herren und lese meine Zeitung und liess mich nicht vom Gespräch der Beiden ablenken. Doch halt, irgendwo her kenne ich diesen Akzent doch! Und die Stimme, das tönt wie, wie, wie der Dings aus Deutschland, genau, wie der Mittelmeier! Doch er war es nicht, auch wenn die Stimme zum Verwechseln ähnlich klang. Schon war ich völlig auf das Gespräch fixiert und legte meine Zeitung weg. &#8220;Hast du schon mal diese Tierschützer gesehen am Bahnhof? Diese von der Dings, ja der Dings du weisst schon und dann noch die vom WF. Denen darf man nicht trauen, das sind alles Diebe! Sobald dich einer ablenkt, nimmt dir der andere das Portemonnaie oder Handy, also passe auf. Sie kommen immer mit Unterschriftensammlung oder so, dabei sind es nur Diebe, Diebe, Diebe!&#8221;, sagte der Herr N°1. Darauf der Herr N°2, dessen Stimme zu fast 100% mit der Stimme Blochers übereinstimmte: &#8220;Ja, ich weiss welche, immer am Bahnhof lungern die rum!&#8221;. Beide schauten sich an, nickten und schweiften ihre Blicke zum Fenster raus. Auf einmal schrie Herr N°2 heraus: &#8220;Uhrenvergleich! Was zeigt deine Uhr? Hast du jetzt auch halb?&#8221;, die trockene Antwort von Herr N°1: &#8220;sieben vor halb&#8221;. Herr N°2 nickt und fängt an zu politisieren: &#8220;Hast du gehört, die bauen einen gewöhnlichen Tunnel, der 12 Millionen kostet, alles finanziert von der anderen Bahngesellschaft, diese mit b. Aber die machen rückwärts! Das ist doch reine Geldverschwendung!&#8221; &#8211; ich fragte mich: Wie kann man mit einem Tunnel überhaupt Geld einnehmen? Klar entsteht da ein gewisser Nutzen, doch ist nicht (fast) jeder Streckenbau eine Investition, die sich finanziell her gesehen, nicht ausbezahlt?</p>
<p>Der Zug war nur noch wenige Minuten von unserer Ankunfts-Stadt entfernt, da fuhren wir an einem Getränkehersteller vorbei. Sofort meldete sich Herr N°1: &#8220;Die haben Schwierigkeiten mit dem Verkauf, denn ein grosser Detailhändler will die Ware günstiger einkaufen, jetzt kann die Firma ihre Getränke nicht mehr verkaufen&#8221;. Die abermals trockene Antwort des Herr N°2: &#8220;Aha, nicht gewusst&#8221;. Doch das war noch nicht alles, er fügte noch hinzu: &#8220;Ja weisst du, der grösste Detailhändler der Schweiz, also dort hat es ein Angestellter, weisst du was er mir erzählt hat? Dass sie gar nichts mehr mit dem Warenverkauf verdienen! Unglaublich oder, die verdienen NICHTS mit dem Verkauf der Artikel! Die leben nur noch von den Immobilien, welche ihnen Geld einbringen, aber der Detailhandel bringt kein Geld ein. Das weiss ich aus sicherer Quelle, nämlich von einem Mitarbeiter!&#8221;. Herr N°1: &#8220;Aha, ja, also, das dachte ich gar nicht! Aber ich kann es mir vorstellen, wenn du das so sagst&#8221;. &#8220;Duuunduuuduuuung&#8221;, ertönte es aus dem Lautsprecher: &#8220;Wir treffen pünktlich in (Ankunftsbahnhof) ein, ihre nächsten Fernverkehrsanschlüsse&#8230;&#8221;. Kaum war die Durchsage zu Ende, sprang einer der Herren auf, rief &#8220;Tschüss&#8221; und rannte Richtung Türe, das wir noch gar nicht am Bahnhof standen, wurde ihm jedoch erst viel zu spät bewusst.</p>
<p>Was haben wir darauf gelernt? Geld regiert die Welt! Ob Diebe, Bahngesellschaften oder Detailhändler, alle brauchen mit der Zeit Geld, und Zeit ist Geld, was auch den Uhrenvergleich in einem sinnvollen Licht erstrahlen lässt.</p>
<p>Apropos, ja, ihr habt natürlich recht, das, was die beiden Herren sagten, stimmt nicht, jedenfalls nicht alles aber das müssen sie ja nicht wissen, lassen wir sie weiter ihrer Fantasie entgleiten&#8230;</p>
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